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Helmut „Hämme“ Dold über sein „Badisches Witzbüchle“ – 04.04.2012

154 Witze hat Helmut Dold in seinem „Badischen Witzbüchle“ zusammengestellt. Mit Manfred Dürbeck hat er über Witz und Witze gesprochen – und gleich ein paar Kostproben gegeben.

BZ: Worüber lacht der Helmut Dold am liebsten?

Dold: Über sich selber. Wenn ihm wieder mal was Wahnsinniges passiert ist. Gestern Abend zum Beispiel wollte ich meine Frau überraschen mit einem Rezept aus „Schlank im Schlaf“. Ich war mir sicher, wir haben noch eine Frühlingszwiebel im Haus. Statt der Frühlingszwiebel habe ich dann eine Gemüsezwiebel genommen. Ich habe mich noch gewundert, warum das auf einmal so viele Zwiebel waren. Da habe ich das ganze Essen versaut. Da kann ich schallend lachen. Und dann lache ich wahnsinnig gerne über einen Witz, der eine überraschende Pointe hat.

BZ: Lacht der Badener anders?

Dold: (überlegt kurz) Nein, aber der Badener lacht gerne. Im Hochschwarzwald lacht man vielleicht ein bisschen bedächtiger. Da muss man ein wenig mehr Zeit lassen, bis die Pointe ankommt. Im Grunde ist der Badener ein sehr lustiger Mensch.

BZ: Kann man sagen, Witz funktioniert überall gleich?

Dold: Nein. Manchmal ist der in einer lockeren Runde schöner zu erzählen, wie wenn du in einer elitären Runde sitzt. Da hat mancher Angst zu lachen. Ich denke dann, das sind echt arme Leute.

BZ: Der Verlag wirbt mit dem Untertitel 154 viehmäßige Witze. Was macht einen Witz zum viehmäßigen?

Dold: Viehmäßig ist einfach ein herrlich badisches Wort – eines von meinen Lieblingswörtern. Viehmäßiger Schissdreck – das ist fast nicht mehr steigerbar.

BZ: Sie sammeln seit Jahren Witze, haben inzwischen einen dicken Ordner. War’s schwierig, da eine Auswahl zu treffen?

Dold: Das war manchmal schon schwer. Soll der noch rein oder nicht? Da habe ich manchmal darüber schlafen müssen.

BZ: Ihr Lieblingswitz?

Dold: Momentan ist es der, von der Frau, die in der 30er-Zone mit Tempo 80 angehalten wird. Der ist sensationell, weil die Pointe dermaßen überraschend kommt.

BZ: Wir verraten jetzt nicht mehr. Den können Sie dem Publikum ja bei der Buchpräsentation erzählen.

Dold: Genau.

BZ: Was haben Sie dem Leser aus Ihrem Fundus unterschlagen?

Dold: Manche Witze, die man nur in einer reinen Männerrunde erzählen sollte. Da habe ich auch eine kleine Kritik an manchen Witzeerzählern. Da sitzt du in eine Runde zusammen und einer sagt, da habe ich euch noch einen. Er fängt einen wirklich dreckigen Witz an, weit unter der Gürtellinie. Und du denkst: Naja. Dann setzt er noch einen drauf, noch dreckiger. Und der Einzige, der lacht, ist im Grunde genommen er. Ich habe im Vorwort geschrieben: Manche Witze sind frivol, manche sexy, aber sie sind nicht verletzend oder frauenfeindlich.

BZ: Da sind die Grenzen fließend.

Dold: Stimmt. Der eine sagt, das ist ja unmöglich. Der andere, das war jetzt aber harmlos. Bevor ich einen Witz in der Öffentlichkeit erzähle, teste ich ihn bei meiner Frau. Da haben wir schon heftige Diskussionen gehabt. Da sind auch welche im Buch, bei denen meine Frau gesagt hat, den finde ich jetzt aber zu stark. Ich habe den dann vor Publikum getestet und das war der totale Brüller.

BZ: Stichwort Schwabenwitze. Ist die Zeit dafür nicht abgelaufen?

Dold: Doch. Ich find’ schon. Ich habe die Schwabenwitze im Buch auch nur auf Wunsch des Verlags reingenommen. Es gibt ja auch ein Buch mit schwäbischen Witzen. Da sind Witze über Badener drin. Deshalb sollten auch bei mir Schwabenwitze rein. Ich persönlich mag sie nicht. Das ist auch das Kapitel, das mir am meisten Arbeit bereitet hat. Ich würd’s am liebsten austauschen, und dafür ein paar andere Witze reinnehmen.

BZ: Was ist der schlechte Schwabenwitz im Buch?

Dold: (stöhnt vernehmlich auf) Ohje. „Was sind die drei Plagen der Menschheit? Cholera, Lepra und von dr Alb ra.“

BZ: Gibt’s auch einen guten Schwabenwitz?

Dold: (bestimmt) Ja!! Einen wahnsinnig guten! (lacht) Der ist sensationell. „Ein schwäbischer Pilot bekommt einen Funkruf vom Tower. Er wird gefragt: ’What’s your position?’ Und er antwortet: Ich sitz ganz vorn.“

Pressebericht aus der Badischen Zeitung vom 04. April 2012

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